Dieses Haus riecht nach Beton.

Zwangsverwaltung über Grün.

Inhaftiert auf dem Balkon,

welkt ein Lorbeer vor sich hin.

 

Eingezwängt im Hochparterre,

auf der Fensterbank,

lag ihr Kissen, den Verkehr,

verfolgte sie so jahrelang.

 

Bis sie eines Tags entschied,

dass sie einfach nicht mehr mag.

Aufgebraucht wie ihr Kredit.

der letzte Mietvertrag.

 

Hier war es so vertraut,

auch wenn die Luft voll Diesel war.

Die Straßen unerträglich laut,

sie blieb in Altona.

Sie blieb in Altona.

 

Früher roch das Treppenhaus,

nach Bohnerwachs und Rei.

Sie sah so jung nach Frühling aus

und die Hochzeit war im Mai.

 

Eines Morgens ging er fort,

der Anlass war banal.

Er schickte Geld, doch nie ein Wort,

erst später, war's egal.

Keine Kinder, kleiner Job,

kleine Frau und ohne Mann.

Die Wohnung sauber, stets tipp topp,

dass Besuch mal kommen kann.

 

Hier war es  so vertraut,

auch  wenn die Luft voll Diesel  war.

Die Straßen unerträglich laut,

sie blieb in Altona.

 

Ein Telefon mit kurzer Schnur,

die Schürze selbst genäht.

Albrecht Dürer auf dem Flur,

die Hände innig im Gebet.

 

Hier war es so vertraut,

auch wenn die Luft voll Diesel war.

Die Straßen unerträglich laut,

sie blieb in Altona.

 

Hier war es so vertraut,

auch wenn die Luft voll Diesel war.

Die Straßen unerträglich laut,

sie blieb in Altona.

Sie blieb in Altona.

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© 2017 Texte und Musik by Matthias Winkler. All rights reserved.

Dieses  Haus riecht nach Beton.

Zwangsverwaltung über Grün.

Inhaftiert auf dem Balkon,

welkt ein Lorbeer vor sich hin.

 

Eingezwängt im Hochparterre,

auf der Fensterbank,

lag ihr Kissen, den Verkehr,

verfolgte sie so jahrelang.

 

Bis sie eines Tags entschied,

dass sie einfach nicht mehr mag.

Aufgebraucht wie ihr Kredit.

der letzte Mietvertrag.

 

Hier war es so vertraut,

auch wenn die Luft voll Diesel war.

Die Straßen unerträglich laut,

sie blieb in Altona.

 

Früher roch das Treppenhaus,

nach Bohnerwachs und Rei.

Sie sah so jung nach Frühling aus

und die Hochzeit war im Mai.

 

Eines Morgens ging er fort,

der Anlass war banal.

Er schickte Geld, doch nie ein Wort,

erst später, war's egal.

 

Keine Kinder, kleiner Job,

kleine Frau und ohne Mann.

Die Wohnung sauber, stets tipp topp,

dass Besuch mal kommen kann.

 

Hier war es  so vertraut,

auch  wenn die Luft voll Diesel  war.

Die Straßen unerträglich laut,

sie blieb in Altona.

 

Ein Telefon mit kurzer Schnur,

die Schürze selbst genäht.

Albrecht Dürer auf dem Flur,

die Hände innig im Gebet.

 

Hier war es so vertraut,

auch wenn die Luft voll Diesel war.

Die Straßen unerträglich laut,

sie blieb in Altona.

 

Hier war es so vertraut,

auch wenn die Luft voll Diesel war.

Die Straßen unerträglich laut,

sie blieb in Altona.